Besser vorbereitet ins neue Schuljahr?

Die Schulschließungen betrafen nicht nur uns, sondern auch alle anderen Schülerinnen und Schüler, sowohl große als auch kleine, aber auch Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte waren mit den Folgen konfrontiert.

Alles begann am 13.3.2020. Von heute auf morgen mussten wir von zuhause aus lernen. Ganz klar, dass dies für viele SchülerInnen nicht einfach oder manchmal sogar unmöglich war.

Die Probleme häuften sich: kein oder kein eigener Laptop, kein Internetzugang, die Eltern konnten nicht immer weiterhelfen und sowohl SchülerInnen als auch Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte waren mit der Situation überfordert. 6,8% der SchülerInnen konnte man während dieser Zeit – aus unterschiedlichsten Gründen – gar nicht mehr erreichen. Darauf wurde aber nur mit Leihlaptops reagiert, die nicht immer ankamen.

Manche Lehrkräfte dachten wohl, dass wir durch Distance-Learning nicht genug gefordert wären und überfluteten uns mit Arbeitsaufträgen. Sie gaben Aufgaben über Aufgaben, in der Hoffnung, ihren Teil erledigt zu haben. Andere machten sich Sorgen, dass der eine oder andere Schüler zurückfallen könnte und behielten leider manchmal Recht. Wir gewöhnten uns an die neuen Umstände. Manche waren fleißiger als sonst, andere vernachlässigten die Schule.

Natürlich war es im Prinzip wohl eine notwendige Entscheidung, die Schulen zu schließen, denn mit Blick auf andere Länder gab es ausreichend Grund zur Sorge. Das Online-Learning verstärkte aber die Unterschiede im Lerntempo. Und dazu kam, dass niemand wusste, wie lange die Schulen noch geschlossen bleiben würden, wann und ob die Matura stattfinden kann und ob und wie das Distance-Learning in die Note einfließt.

Welche Maßnahmen hätten wir uns gewünscht? Was hätte man anders machen sollen? Unserer Meinung nach sollten in allen Schulen Räume mit Computern, Drucker, Webcams und Internet für jene SchülerInnen zur Verfügung stehen, die zuhause nicht die nötige Ausstattung oder Ruhe haben. Es sollte zudem mehr auf Lern-Apps zurückgegriffen und zusätzlich die Möglichkeit geboten werden, wenn die Schule wieder anfängt, Förderkurse in den Hauptfächern zu besuchen, um sich zu verbessern und den Stoff aufzuholen. Dafür muss auch genug Geld zur Verfügung gestellt werden.

Wir haben die Schulschließungen alle erlebt. Für uns alle war dies das erste Mal und wir haben es nicht schlecht gemacht, aber jetzt wissen wir mehr und könnten unsere Erfahrungen nutzen, um es das nächste Mal, was hoffentlich nicht der Fall sein wird, besser zu machen.

Wir appellieren an die Regierung, die Bildungspolitik nicht hintanzustellen und die Sorgen und Nöte der Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern ernst zu nehmen. Wir erwarten uns, dass die Erfahrungen – sowohl positiver als auch negativer Art genutzt werden, um optimale Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten un besser vorbereitet in das neue Schuljahr zu gehen!

Lea H., Mona G., 5.HMA, HLMW9 Michelbeuern, Wien, Österreich

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s