Österreich und sein Schulsystem

Das österreichische Schulsystem wird stark kritisiert und gilt als veraltet, hat eine geringe soziale Durchlässigkeit, bietet wenig Raum für persönliche Stärken und Individualität.

Doch wie ist das Schulsystem eigentlich aufgebaut?

In Österreich sind neun Schuljahre zu absolvieren. Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren besuchen einen Kindergarten. Ab dem sechsten Lebensjahr gilt die Schulpflicht. Sie beginnt mit der Volksschule, welche vier Jahre dauert.

Anschließend gehen die Schüler/innen in die vierjährige Unterstufe. Hier trennt sich das Schulsystem, relativ früh. Mit zehn Jahren gehen die einen an eine NMS (Neue Mittelschule), die anderen an eine AHS (Gymnasium). Für Schüler/innen, die sich für das Gymnasium entscheiden, besteht die Möglichkeit, dieses vier weitere Jahre in der Oberstufe zu besuchen und mit der Matura einen Abschluss zu machen. Danach stehen den Schüler/innen viele Ausbildungsmöglichkeiten zu, etwa an einer Universität oder Fachhochschule.

Wenn man sich jedoch für die NMS entscheidet, kann der Weg danach ans Gymnasium führen, meist aber mündet er in den Besuch einer 3-jährigen Fachschule oder einer 5-jährigen Höhere Berufsausbildenden Schule mit Matura. Danach kann man ebenso an einer Fachhochschule oder Universität studieren.

Man kann sich aber auch für eine Lehre entscheiden, wobei man davor seine neun Pflichtschuljahre absolvieren muss. Dies geht mit der Polytechnischen Schule, die einen auf den gewünschten Beruf vorbereitet.

An den Universitäten gibt es verschiedene Studien, die zur Vertiefung von wissenschaftlichen oder künstlerischen Berufsausbildungen dienen. In einer Fachhochschule wird den Studierenden ein anwendungsorientiertes Studium auf wissenschaftlicher Basis angeboten.

Rück- statt Fortschritte?

Die jüngst veröffentliche PISA-Studie ergab, dass jede/r siebte österreichische Schüler/in im Alter von 15-16 Jahren noch immer Schwierigkeiten beim Lesen hat. In der PISA-Studie geht es nicht darum, welches Schulsystem besser ist, sondern viel eher darum, zu erheben, was man von anderen Systemen in anderen Ländern lernen kann. Es mangelt aber an Mut, am Willen und an der Motivation das veraltete Schulsystem völlig umzukrempeln und zu erneuern. Ganztagsmodelle, die Auflösung des klassischen Fächerunterrichts oder die Abschaffung der Ziffernnoten und des Sitzenbleibens wären ein guter Anfang.

Geschrieben von: Irem, Stefanja, Amira, Sara, Michelle, Damla, Lea, Kristin, HLMW9 Michelbeuern, Wien, Österreich

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